Augentröster   

Filme von Franz Indra

Dojo-Videos

In Zusammenarbeit mit dem Aikikai Deutschland e.V. bereise ich zur Zeit das Land und erstelle Image-Videos für Aikido-Dojos. Eine sehr zufriedenstellende Arbeit: Ich habe bislang nur freundliche Aikidokas getroffen, und in jedem Dojo haben sie eigene Ideen für die Gestaltung der Filme.

Das Video für Tokai Sports in Flensburg ist wie ihre Webseite in schwarz/weiß gehalten. Die Teilnehmer erzählen kurz, wie sie zum Aikido gekommen sind und warum sie hier bei Axel und Silke trainieren. Die Kinder waren dabei viel auskunftsfreudiger als die Erwachsenen…

Auch für die Aikido-Schule Wuppertal habe ich sowohl Erwachsenen- (von Ludger und Miko) als auch Kinder-Training (von Detlef) gefilmt, das geräumige Dojo bot viel Platz dafür. Diese Kinder waren vielleicht fit!

 

Am Video für die Aikido-Schule Greifswald wurde wohl am meisten geschliffen und gearbeitet, Alexander hatte sehr präzise visuelle Ideen. Das sieht man dem Ergebnis aber auch an!

Die Videos für den TSV Reinbek sind stumm, da sie für den Einsatz als Endlosschleife im Schaufenster gedacht sind. Rüdiger führt gewohnt souverän durch das Programm, am Ende war die Ausbeute so reichhaltig, daß gleich zwei Videos daraus geworden sind.

 

Mitglieder des Aikikai Deutschland können eine großzügige Subvention erhalten, aber natürlich übernehme ich Arbeiten für alle Dojos (auch von anderen Budo-Arten).

50 Jahre Aikido in Deutschland

In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts entwickelte Ueshiba Morihei aus Jujutsu und anderen Kampfkünsten das Aikido. Es enthält nur Verteidigungstechniken, meist in spiralförmigen Bewegungen. Im Mittelpunkt steht die harmonische Lösung eines Konflikts, der Angreifer soll nicht besiegt oder gar getötet werden.

Kurz vor seinem Tod schickte O Sensei („der große Meister“) seine besten Schüler in die Welt hinaus, um Aikido zu verbreiten. So landete ein junger Japaner namens Katsuaki Asai Anfang der Sechziger Jahre in Münster in einem ihm völlig unbekannten Land, das seinerseits auf fernöstliche Lehren wenig vorbereitet war.

Doch die unmöglich erscheinende Mission führte zu einem unerwarteten Erfolg: Inzwischen längst zum Großmeister gereift, begeistert er mit scharfem Blick und stillem Humor eine Generation nach der anderen für die friedliche Kampfkunst.

Meister Asais Reise durch Deutschland dauert inzwischen 50 Jahre.

Da ich seit vielen Jahren Aikido selbst begeistert ausübe, hat es mich besonders gefreut, den Jubiläumslehrgang zum 50-jährigen Jubiläum filmen zu dürfen! Wir erleben vier Tage Lehrgänge und Feiern, japanische Großmeister sind angereist und kommen ausführlich zu Wort. Neben dem 135-minütigen Film gibt es etliche Extras.

Die DVD kann im Online-Shop der Aikiai Deutschland bestellt werden. (Ich verdiene an diesen Verkäufen nicht mit, diese Werbung mache ich gerne gratis.)

Ochsenweg

Es freute mich sehr, vor ein paar Jahren ein Feature für einen Mittelalter-Verein drehen zu können: Die Mitglieder der Midgard-Stiftung wanderten eine (leider recht verregnete) Woche im August entlang eines alten Wanderwegs von Dänemark nach Hamburg. Als Ausgangs-Idee diente die Vorstellung, im 9. Jahrhundert vor den Wikingern zu fliehen. Abgesehen von unverzichtbarer Notfall-Ausrüstung wie Feuerlöscher oder medizinischer Versorgung war bis zum Karrenwagen alles nach damaliger Vorlage selbst hergestellt. Übernachtet wurde in Wanderhütten oder dem eigenen Zelt. Die Atmosphäre war ausgesprochen entspannt, besonders schön fand ich, daß einige Familien mit ihren kleinen Kindern an der Wanderung teilnahmen.

Inhaltsbeschreibung

Der Ochsenweg ist einer alter Fernweg, er beginnt im dänischen Viborg und führt bis nach Hamburg hinein. Vor 1.000 Jahren beschritten ihn fromme Pilger, Viehtreiber mit ihren Ochsenherden, Kaufleute und Handwerker sowie in Kriegszeiten Könige und Fürsten mit ihren Heeren auf dem Weg von Nord- nach Mitteleuropa. Im Sommer 2008 hat die Midgard-Stiftung diese Zeit zurück ins Leben geholt: Eine kleine Gruppe Geschichtsbegeisteter reiste nach dem Vorbild der Altsachsen eine Woche lang zu Fuß auf den Spuren der Vorfahren. Ziel war dabei keineswegs eine Flucht in die Vergangenheit, sondern aus dem Nachleben der Geschichte Inspiration für die Zukunft zu gewinnen.
Während des Fußmarsches wurden ausschließlich Gebrauchsgegenstände und Gerätschaften nach historischen Vorbildern verwendet; auf moderne Hilfsgüter wurde verzichtet. Vom Handkarren bis zur Gürtelschnalle wurde die gesamte Ausrüstung von den Teilnehmern selbst hergestellt oder restauriert. Die Wanderung bedeutet für die Teilnehmer mehr als bloße Freizeitbeschäftigung. Aus dem Durchleben der psychischen und physischen Belastungen entstand eine realitätsnahe Erfahrung. Stärken und Schwächen der Ausrüstung sowie menschliche Leistungsgrenzen konnten auf diese Weise in einem authentischen Kontext dokumentiert werden.

Stabliste

Regie, Kamera, Schnitt Franz Indra
Produktion Midgard-Stiftung

Technische Daten

Genre Dokumentation
Länge 13 Minuten
Produktionsland Deutschland
Sprache deutsch
Untertitel englisch
Seitenverhältnis 4 : 3
Farbe ja
Tonverfahren Stereo
Kamera Sony DCR

© 2017 by Franz Indra