Augentröster   

Filme von Franz Indra

Aufführungen

Dieses Wochenende findet findet das Kulturfestival Seekult in Friedrichshafen statt, und es freut mich sehr, daß dort gleich drei meiner Filme gezeigt werden:

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch zwei andere Veranstaltungen der letzten Monate nachreichen:

Am 27.08. veranstaltete das Goldbekhaus Winterhude die Blaue Hofnacht mit dem Kurzfilmprogramm Ansichten vom Glück, in dem Eddy hat Besuch lief.

Am 24. 09. wurden beim Kurzfilmabend In Auflösung in der Zinnschmelze in einem sehr schön zusammengestellten Programm Lange Schatten und Carls Schwester (den es auf diesen Seiten noch nicht zu sehen gibt) gezeigt.

Bei diesen beiden Terminen war ich auch anwesend und möchte noch einmal den Veranstaltern und den Zuschauern für die schönen Abende danken.

Ochsenweg

Es freute mich sehr, vor ein paar Jahren ein Feature für einen Mittelalter-Verein drehen zu können: Die Mitglieder der Midgard-Stiftung wanderten eine (leider recht verregnete) Woche im August entlang eines alten Wanderwegs von Dänemark nach Hamburg. Als Ausgangs-Idee diente die Vorstellung, im 9. Jahrhundert vor den Wikingern zu fliehen. Abgesehen von unverzichtbarer Notfall-Ausrüstung wie Feuerlöscher oder medizinischer Versorgung war bis zum Karrenwagen alles nach damaliger Vorlage selbst hergestellt. Übernachtet wurde in Wanderhütten oder dem eigenen Zelt. Die Atmosphäre war ausgesprochen entspannt, besonders schön fand ich, daß einige Familien mit ihren kleinen Kindern an der Wanderung teilnahmen.

Inhaltsbeschreibung

Der Ochsenweg ist einer alter Fernweg, er beginnt im dänischen Viborg und führt bis nach Hamburg hinein. Vor 1.000 Jahren beschritten ihn fromme Pilger, Viehtreiber mit ihren Ochsenherden, Kaufleute und Handwerker sowie in Kriegszeiten Könige und Fürsten mit ihren Heeren auf dem Weg von Nord- nach Mitteleuropa. Im Sommer 2008 hat die Midgard-Stiftung diese Zeit zurück ins Leben geholt: Eine kleine Gruppe Geschichtsbegeisteter reiste nach dem Vorbild der Altsachsen eine Woche lang zu Fuß auf den Spuren der Vorfahren. Ziel war dabei keineswegs eine Flucht in die Vergangenheit, sondern aus dem Nachleben der Geschichte Inspiration für die Zukunft zu gewinnen.
Während des Fußmarsches wurden ausschließlich Gebrauchsgegenstände und Gerätschaften nach historischen Vorbildern verwendet; auf moderne Hilfsgüter wurde verzichtet. Vom Handkarren bis zur Gürtelschnalle wurde die gesamte Ausrüstung von den Teilnehmern selbst hergestellt oder restauriert. Die Wanderung bedeutet für die Teilnehmer mehr als bloße Freizeitbeschäftigung. Aus dem Durchleben der psychischen und physischen Belastungen entstand eine realitätsnahe Erfahrung. Stärken und Schwächen der Ausrüstung sowie menschliche Leistungsgrenzen konnten auf diese Weise in einem authentischen Kontext dokumentiert werden.

Stabliste

Regie, Kamera, Schnitt Franz Indra
Produktion Midgard-Stiftung

Technische Daten

Genre Dokumentation
Länge 13 Minuten
Produktionsland Deutschland
Sprache deutsch
Untertitel englisch
Seitenverhältnis 4 : 3
Farbe ja
Tonverfahren Stereo
Kamera Sony DCR

Burkina Faso - Zwischen gestern und morgen

Vor ein paar Jahren hatte ich die glückliche Gelegenheit, für die Interfilm Akademie München zwei Wochen in Westafrika zu verbringen. Dies war zwar meine erste Reise nach Afrika, und meine Kollegin Christine und ich hatten ein recht volles Programm: Kontakt zur Filmhochschule in Ouagadougou herstellen, Stiftung des Preises Prix Jeunesse Afrique auf dem Filmfestival Fespaco, Begleitung deutscher Austausch-Schüler, Zusammenarbeit mit Wolf Gaudlitz bei seinem Wüstenkino usw.
Dennoch ließen wir die Gelegenheit nicht ungenutzt, unsere Erlebnisse zu filmen und viele interessante Gesprächspartner zu interviewen. Ein kleines Problem bestand nur in der Tatsache, daß ich keine französisch spreche, von den Muttersprachen ganz zu schweigen…

Dies ist der Essay, der dabei entstand:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Inhaltsbeschreibung

Im Frühjahr 2007 begleiten Christine Weissbarth und Franz Indra im Auftrag der Interfilm-Akademie deutsche Austausch-Schüler auf ihrer Reise durch Burkina Faso. Obwohl einer der ärmsten Staaten der Welt, gilt die Hauptstadt Ouagadougou als kulturelles Zentrum Westafrikas. Wir erfahren nicht nur von der politischen Situation Burkina Fasos und erleben Animismus auf dem Land, sondern sehen auch das friedliche Nebeneinander von Christentum und Islam. Die Teilnehmer des Interfilm-Seminars “Jeunesse et Cinema” besuchen dabei auch das FESPACO, das größte Filmfest südlich der Sahara.

Stabliste

Regie, Kamera Christine Weissbarth, Franz Indra
Schnitt Franz Indra
Produktion Interfilm Akademie München
Idee, Redaktion Eckart Bruchner
Original-Musik Mamadou Sanou

Technische Daten

Genre Dokumentation
Länge 36′ 45″
Produktionsland Deutschland
Sprache deutsch, französisch
Untertitel deutsch
Seitenverhältnis 4 : 3
Farbe ja
Tonverfahren Stereo

PseikoMi - On My Mind

Es war 2002, daß dieser Videoclip zu On My Mind von PseikoMi entstand. Man sieht, daß wir viel Spaß hatten, und erfreulicherweise konnten wir Antoines Freundin und Muse für diesen Song als Co-Star gewinnen. (Hinweis: Der Vorspann stammt nicht von mir.)

Freier Eintritt

Wenn man einige Zeit an einer Kunsthochschule verbringt, beginnt man irgendwann den Humor zu vermissen (zumindest ging das mir so). Auch wollte ich zwischendurch einige kleine Filme ohne den üblichen gewaltigen Zeitaufwand herstellen. Also tat ich mich mit meinem Kommilitonen Ulf Groote zusammen, um im Laufe einiger Semester die folgende Trilogie herzustellen.

Freier Eintritt für Franz und Ulf

In unregelmäßigen Abständen wurden aktuelle Studentenfilme an Kurzfilm-Abenden im Kino präsentiert, eine lobenswerte Einrichtung. Unser erstes gemeinsames Werk ist eine Satire auf immer wiederkehrende typische Elemente der Filme, die man da so zu sehen bekam. Das ist einfach nur lustig gemeint… Der Name des Films kommt übrigens daher, daß man keinen Eintritt zahlen mußte, wenn auch ein eigener Film im Programm lief.

Erster Preis für Franz und Ulf

Der zweite Film ist eine Satire darauf, wie man bei jedem Festival den Publikumspreis abräumt, und dieser ist eine durchaus ernsthafte Kritik: Zeige leere, aber suggestive Bilder, die jeder mit seinen eigenen Assoziationen auffüllen kann, unterlege den Film mit bekannter Musik, die von selbst für gute Stimmung und den Anschein von Qualität sorgt, und zum Schluß noch ein hohler Sinnspruch…

Den hier verwendeten habe ich dem Hintergrundmaterial das Rollenspiels Das Schwarze Auge entnommen, wo er selbst bereits als Satire auf fernöstliche Weisheiten verwendet wird:

Um die Welt zu verstehen,
muß ich meinen Garten nicht verlassen,
denn kein Teil der Welt
ist dem anderen fremd.
- Zendijian der Stille

Freie Daten Pressespiegel

Der dritte Film schließlich ist ein kurzer Kommentar zum Thema Datenschutz und gar nicht lustig.

© 2012 by Franz Indra