Augentröster

Filme von Franz Indra

Geschlossene Gesellschaft

2006 entstand dieser kleine Thriller. Inspiriert von den wilden Gedankensprüngen einer dissoziativen Persönlichkeit, in deren Tagebuch ich einen Blick werfen durfte, hatte ich Lust auf einen spontanen Dreh und schnellen Schnitt. Auch lasse ich meine Filme meistens mit besonders ruhigen und langsamen Einstellungen beginnen und wollte es hier einmal anders machen…

Inhaltsbeschreibung

Verlassene Klinikflure - nur das Nachthemd am Leib - Stimme im Kopf

Besetzung und Stabliste

Regie, Produktion, Drehbuch, Schnitt Franz Indra
Kamera Haik Büchsenschuss
Original-Musik Andreas Indra
Patientin Janina Esser
Pfleger Oliver Warsitz
Sprecher Ivo Möller

Technische Daten

Genre Experimenteller Kurzfilm
Länge 5′ 30″
Produktionsland Deutschland
Sprache deutsch
Untertitel keine
Seitenverhältnis 4 : 3
Farbe ja
Tonverfahren Stereo
Kamera Canon XM

Aufführungen

Nightclubber’s Nightmare

Hierbei handelt es sich um das Ergebnis einer Kamera-Übung im ersten Semester. Es ging vor allem darum, zum ersten Mal eine 16mm-Filmkamera mit dem entsprechenden Zubehör (Dolly etc.) in der Hand zu halten und die im Vergleich zu Video viel größeren Möglichkeiten der Beleuchtung auszunutzen. Jeder durfte mal ran, und die Aufnahmen habe ich zu diesem Film zusammen geschnitten. Die verwendete Musik ist “On Demon Wings” von Bohren & Der Club of Gore und “The Perfect Drug” von Nine Inch Nails.

Ein Vorstellungsgespräch

Dieser Kurzfilm von Tanja Schwerdorf und mir ist im Blockseminar “1 Minute ist 1 Minute” zur Schauspieler-Führung von Wim Wenders entstanden. Jede Zweier-Gruppe von Studenten sollte mit den beiden Schauspielern Linda Kochbeck und Yuri Englert eine kurze Szene erstellen: Am ersten Tag wurden die Skripte geschrieben, an den folgenden wurden der Reihe nach gedreht, wobei wie üblich die gerade nicht Regie Führenden die restlichen Stab-Positionen unter sich aufteilten. Bei unserer Szene sind die beiden ein Geschwister-Paar, das seinen Konflikt auf überraschende (und nicht unbedingt moralisch empfehlenswerte) Weise zu Ende führt.

Freier Eintritt

Wenn man einige Zeit an einer Kunsthochschule verbringt, beginnt man irgendwann den Humor zu vermissen (zumindest ging das mir so). Auch wollte ich zwischendurch einige kleine Filme ohne den üblichen gewaltigen Zeitaufwand herstellen. Also tat ich mich mit meinem Kommilitonen Ulf Groote zusammen, um im Laufe einiger Semester die folgende Trilogie herzustellen.

Freier Eintritt für Franz und Ulf

In unregelmäßigen Abständen wurden aktuelle Studentenfilme an Kurzfilm-Abenden im Kino präsentiert, eine lobenswerte Einrichtung. Unser erstes gemeinsames Werk ist eine Satire auf immer wiederkehrende typische Elemente der Filme, die man da so zu sehen bekam. Das ist einfach nur lustig gemeint… Der Name des Films kommt übrigens daher, daß man keinen Eintritt zahlen mußte, wenn auch ein eigener Film im Programm lief.

Erster Preis für Franz und Ulf

Der zweite Film ist eine Satire darauf, wie man bei jedem Festival den Publikumspreis abräumt, und dieser ist eine durchaus ernsthafte Kritik: Zeige leere, aber suggestive Bilder, die jeder mit seinen eigenen Assoziationen auffüllen kann, unterlege den Film mit bekannter Musik, die von selbst für gute Stimmung und den Anschein von Qualität sorgt, und zum Schluß noch ein hohler Sinnspruch…

Den hier verwendeten habe ich dem Hintergrundmaterial das Rollenspiels Das Schwarze Auge entnommen, wo er selbst bereits als Satire auf fernöstliche Weisheiten verwendet wird:

Um die Welt zu verstehen,
muß ich meinen Garten nicht verlassen,
denn kein Teil der Welt
ist dem anderen fremd.
- Zendijian der Stille

Freie Daten Pressespiegel

Der dritte Film schließlich ist ein kurzer Kommentar zum Thema Datenschutz und gar nicht lustig.

1 Minute Riesenrad

2006 hielt Wim Wenders an der HfbK Hamburg ein Seminar zum Thema A Feeling for Time - Zeitgefühl im Kino, Film als Zeitarchitektur. Zum Abschluß erstellte jeder Student einen Kurzfilm, der genau eine Minute dauerte - die Ergebnisse sind auf einer recht vergnüglichen DVD zusammengefaßt, die meines Wissens nach aber leider nicht veröffentlicht wurde.

Ich hatte mir damals überlegt, entweder einen Film mit sehr vielen Schnitten oder mit gar keinem zu machen, und mich dann für letzteres entschieden - nicht zuletzt aus Zeitdruck… Ich wollte Bewegung, eine Aktion, die genau eine Minute dauert, und fand sie auf dem Hamburger Dom: eine Umdrehung in einem Riesenrad!
(Die hier präsentierte Fassung ist etwas länger als eine Minute, da ich einen Abspann hinzugefügt habe.)

Stabliste

Drehbuch, Regie, Produktion, Schnitt Franz Indra
Kamera Juliane Engelmann

Technische Daten

Genre Experimenteller Kurzfilm
Länge 1′00″
Produktionsland Deutschland
Sprache keine
Seitenverhältnis 4 : 3
Farbe ja
Tonverfahren Stereo

© 2010 by Franz Indra